Tipps zu Körperpflege und Kosmetik

Leider sind in vielen Produkten zur Pflege der Haut Stoffe enthalten die die Haut schädigen oder künstlich altern lassen z.B. Formaldehyd als Konservierungsmittel.

Die Haut

Die Haut

Die den ganzen Körper umgebende Hülle schützt uns vor negativen Einwirkungen der Umwelt, verbindet uns aber auch gleichzeitig mit ihr. Sie besteht aus drei Schichten: der Oberhaut, der Lederhaut und dem Unterhautgewebe.

An der Basis der Oberhaut werden neue Zellen gebildet. Sie wandern zur Hautoberfläche und ersetzen dort die alten verhornten Zellen. Die Regeneration der Haut ist ein im Erbprogramm fixierter, fortwährend ablaufender Vorgang.

Die zweite Schicht die Lederhaut ist ein dichtes Netzwerk von ineinander verflochtenen festen und elastischen Fasern. Dieses Geflecht umschliesst Haarwurzeln, Nervenendungen, Talg- und Schweissdrüsen.

Das abschliessende Unterhautgewebe ist die eigentliche Trennschicht zwischen Haut und Körperinnerem. Sie ist aus lockerem Fett- und Bindegewebe aufgebaut. Ihre Aufgabe ist es den Körper vor äusseren Temperaturschwankungen zu schützen.

Die Haut altert wie jeder andere Baustein des Lebens unseres Körpers. Nachdem sie bis zur Pubertät voll aufgebaut ist fängt sie allmählich an zu verschleissen. Während der Baby- und Kindphase arbeitet die Körperhülle normal, mit der Pubertät beginnt eine Veränderung. Die Talgdrüsen stossen jetzt zuviel Talg aus die wir als Pickel und Mitesser wahrnehmen, mitunter entsteht eine Akne.

Im Alter von 20 Jahren hat sich die überproduktion und die übereilte Regeneration meist wieder normalisiert.

Mit der Zeit produziert die Haut immer weniger Feuchtigkeit und weniger Fett.

Während der Wechseljahre wenn der im 28tägigen Rhythmus erfolgende Nachschub neuer Zellen aussetzt entsteht faltige, trockene und schlaffe Haut. Die Pigmentierung der Hautschicht lässt nach und die alternde Haut wird blasser.

Die Erscheinungsbild der Faltenbildung hängt wesentlich vom Hauttyp ab. Diese wird in erster Linie durch den Fett- und Feuchtigkeitsgehalt bestimmt. Der Alterungsprozess der Haut von aussen wird durch zwei Faktoren beeinflusst, einmal durch Pflege (Wasser und Seife) und zum andern durch eine Zurückhaltung bei der Sonnenbestrahlung.

Die energiereiche ultraviolette Strahlung der Sonne wirkt - in Massen genossen - zwar positiv, im übermass aber ist sie der stärkste Feind der Haut: Zu lange andauernder "Beschuss" schädigt nicht nur die Oberhaut, sondern auch das tiefer gelegenen Bindegewebe. Australien verzeichnet seit langem eine erhöhte Hautkrebsrate in der Bevölkerung.

In unseren Breiten kommt es immer im Frühjahr, bedingt durch meteorologische Einflüsse, zu Spitzenwerten der schädigenden Strahlung (Ozonloch).

Normalerweise kann die Haut den Feuchtigkeits- und Fettverlust, der durchs Waschen, Baden oder Duschen entsteht, selbst regulieren.

Mehr trinken sollte eine der ersten Maßmahmen bei zu trockener Haut sein. Wenn die Gesichtshaut spannt bei Pickeln und Mitessern können Cremes hilfreich sein- gute Cremes (Wasser in Öl Typ) schützen und pflegen die Haut.

Gute Cremes sollten kein Paraffin und wenig Wasser, sondern wertvolle natürliche Öle, Fette und Wachse enthalten. Meist im Bioladen und im Reformhaus erhältlich.

Einige Gründe für Naturkosmetika

Die zunehmende Chemisierung der Umwelt ist ein Hauptgrund für die ständig steigenden Zahlen der Allergieerkrankten. Vor allem aus Erdöl hergestellte Kosmetika mit ihren synthetischen Zusätzen sind daran nicht unerheblich beteiligt.

Nach Meinung von vielen Hautärzten und Wissenschaftlichern hat die Haut hat bereits jetzt die Grenze ihrer Belastbarkeit erreicht hat.

Die Inhaltsstoffe in Kosmetika waren früher übersichtlich und bekannt. Heute sind VerbraucherInnen lediglich auf die unzureichende Deklaration der Kosmetika angewiesen.

Lavendel

Viele Inhaltsstoffe sind entweder gar nicht oder nicht in entsprechender Konzentration angegeben. Einige negative Wirkungen von Inhaltsstoffen sind inzwischen bekannt, die meisten sind aber nocht nicht ausreichend er­forscht.

über synergistische (sich gegenseitig verstärkende) Effekte der Einzelstoffe gibt es so gut wie keine Ergebnisse. Diese Untersuchungen wären aber sehr wichtig da sich die Schadwirkungen bis zum 1000fachen (gegenüber der Einzelsubstanz) addieren können.

Ein weiteres Problem bleibt die kumulative (sich anreichernde) Wirkung von Inhaltsstoffen. So starb ein Jugendlicher in England da er Deosprays exzessiv benutzte. Das Treibmittel sammelte sich im Körper an bis es zur Vergiftung kam.

Allein diese Aspekte sprechen dafür die Entwicklung der Naturkosmetik zunehmend zu fördern und zu unterstützen.

Naturkosmetika sollten folgende Forderungen erfüllen:
Rose
  • Einsatz von natürlichen Grundsubstanzen. Die Rohstoffe sollten möglichst naturbelassen und hautverträglich sein. Dazu gehören z.B. hautfreundliche Öle, die aus Pflanzen gewonnen werden (Mandelöl, Sonnenblumenöl), aber auch Bienenwachs. Ein weiterer Vorteil dieser Substanzen liegt darin begründet, dass sie schnell abbaubar sind, und somit nicht die Umwelt belasten.
  • Verzicht auf synthetische bzw. künstliche Substanzen.
  • Ausschluss von Substanzen, die die Gesundheit des Menschen gefährden könnten.
  • Verzicht auf chemische Konservierungsstoffe. Es lassen sich auch natürliche Duftstoffe, ätherische Öle, Kräuter und Vitamin E einsetzen, die bakterientötend und als Antioxidantien wirken.
  • Verzicht auf Tierversuche. Diese Forderung erübrigt sich, wenn als Grundstoffe nur noch natürliche Substanzen eingesetzt werden. Die Wirkungen von Kräutern sind seit Jahrhunderten bekannt und wohl geschätzt, so dass Tierversuche überflüssig sind.
  • Einsatz umweltfreundlicher Herstellungsverfahren.
  • Verwendung von umweltfreundlichem Verpackungsmaterial.
  • Angabe von Inhaltsstoffen, Herstellungs- und Verfallsdatum.
  • Keine irreführende Werbung.
Hirse

Sofern Naturkosmetika diesen Ansprüchen gerecht werden, liegen die Vorteile für AnwenderInnen und Umwelt auf der Hand.

Natürlich ist es wünschenswert, dass nicht nur einige Naturkosmetika die genannten Kriterien erfüllen, sondern längerfristig die Kosmetikindustrie nur noch natürliche und hautverträgliche Rohstoffe einsetzt. Ausserdem sollte die Produktion in Zukunft mehr im Sinne der Gesunderhaltung des Menschen stehen.

Arnika
Buchtipps zum Thema:
  • Kosmetik - Chemie auf Haut und Haaren:

    Katalyse Institut für angewandte Umweltforschung; Dieter Wundram bei Rowohlt ISBN 3 498 03460 X Ein sehr unterhaltsames aber dennoch kritisches Buch über Kosmetik. Der Autor hat mit zahlreichen Veröffenlichungen (u.a. in Monitor) auf Misstände hingewiesen. Schadstoffe in Kosmetika wurden im Labor nachgewiesen, was seinerzeit bei den Dioxanberichten für Öffentlichen Aufruhr sorgte.
  • Der Kosmetiktester:

    von Silke Schwartau und Bernard Rosenkranz rororo Sachbuch ISBN 9 783499 187797 Mit einem Lexika der Inhaltsstoffe, kritischer Stellungnahme zur Naturkosmetik, viele Tipps.